Ich arbeite in zwei großen Feldern: auf der einen Seite die Räume und Installationen  die immer mit Zeichnungen  und Materialien wie Acrylglas und  Folien verbunden sind. Zu diesen Räumen entstehen Hefte mit Zeichnungen, Text und Perfomances. Auf der anderen Seite die Malerei, die für mich eine Verdichtung des bildnerischen Prozesses im vorgegebenen Bildraum darstellt.
Was mich interessiert ist, mit meinen Bildern weiterzukommen, mit dem was ich ausdrücken möchte als Ganzes, nicht nur Ausdruck sondern immer wieder Verschleierung. Ich könnte mit klar konzipierten Grundformen arbeiten und diese erste Setzung stehen lassen. Mich interessiert aber gerade das Wechselspiel zwischen dem Verhüllen und Deutlichmachen, dem Verschleiern – der Manipulation im Bild und als Bild.

Schweißnähte der Schattenspiele
Ein Singspiel mit zwei Akteuren (Hier geht es zum Video)
Klang und Tod

Im freien Spiel der Kräfte befindet sich der Klang,
und webt ein unendliches Klanggespinst am schwebenden Webstuhl.
Machtvoll tritt der Tod auf die Bühne, er kratzt, bestimmt und winkt.
Vieles im Klanggewebe zerreißt, Spuren und Reste sind zu erahnen.
Der Klang zieht sich zurück.
Erst jetzt bemerkt der Tod den Mangel.
Nun beginnt er zu klagen und die Überreste zu wiegen. Letztendlich fallen auch diese ihm aus den Händen.
Als machtvoller Bestimmer lädt er den Klang zu sich auf die Bühne und versucht ihn zu umgarnen, einzuwickeln und immer mehr bis zur Perfektion einzubetten. Sehr effizient führt er dies aus, solange bis der Klang keinen Spielraum mehr hat. Und auch der Tod spielt zuerst begeistert dann ermattet auf seiner Klebestreifenharfe.
Zum Schluss entschwinden Klang und Tod in einem Reigen, als kleine Figuren im nebulösen Schleier.

Maria Hobbing, 2021

I work in two large fields: on the one hand the rooms and installations which are always connected with drawings and materials like acrylic glass and films. To these rooms are created notebooks with drawings, text and perfomances.
On the other hand, the painting, which represents for me a condensation of the pictorial process in the given pictorial space.
What interests me is to get on with my pictures, with what I want to express as a whole, not just expression, but again and again obscurity. I could work with clearly conceived basic forms and leave this first position. But I am particularly interested in the interplay between the veiling and the clarification, the veiling – the  manipulation in the picture and as a picture.